Isola San Domino

In Vieste, unserem Ausgangsort, gibt’s zahlreiche Stellen, an welchen man Trips zu den Tremiti-Inseln buchen kann. Wir haben uns für Gargano Viaggi (Tel.: 0884/708501) am Piazza Roma 7 in Vieste entschieden. Dort spricht man sogar englisch, was in Süditalien nicht wirklich selbstverständlich ist. Es wurde uns alles genauesten erklärt, so dass wir unseren Trip für den nächsten Tag gebucht haben. Die Tickets kosten für die Hin- & Rückfahrt 40,00 Euro für Erwachsene, 20,00 Euro für Kinder zwischen 5-12 Jahren. Unter 5-Jährige fahren gratis. Das Auto kann man für 5,00 Euro Tagesgebühr direkt am Hafen (Porto Turistico Block 7, Via Venezia) parken.

Am nächsten Tag gingen wir schon um ca. 08:10 Uhr an Bord, vor allem auch deswegen, um einen guten Sitzplatz auf Deck zu bekommen. Pünktlich um 08:45 Uhr legte das Schiff dann für die Fahrt Richtung Isola San Domino ab. Bis Peschici fährt die „Onda“ immer an der Küste entlang, bevor sie dann direkten Kurs auf die Termini-Inseln nimmt. Die Schiffs-Crew dreht immer ihre Runden und achtet stets darauf, dass sich die Gäste wohlfühlen. Schon bei leichtem Seegang bzw. Wind empfiehlt es sich aber einen Pulli mitzunehmen, damit einem nicht zu kühl wird. Unter Deck gibt es einen windgeschützten Aufenthaltsraum mit kleiner Bar. Interessierte Kinder durften sogar zum Kapitän auf die Brücke und konnten sich das Schiff ein bißchen erklären lassen. Das war aber wohl eher die Ausnahme, und auch nur in italienischer Sprache. Nach 2:15 Stunden erreichten wir dann den Hafen der Isola San Domino.

Nach der Ankunft kann man sich entscheiden, ob man für ca. 10 Euro pro Person (Hin- & Rückfahrt) mit Booten zur sehr nahen Isola San Nicola, mit dem Castello dei Badiali (Castello Angioino), übersetzen oder ob man auf San Domino bleiben möchte. Rundtouren um die Inseln können ebenfalls am Hafen gebucht werden.

Oberhalb des Hafens befindet sich ein kleiner Aussichtshügel mit einer Skulptur, von welchem man einen guten Ausblick auf die Inseln und das Treiben im Hafen hat.

panoramasandomino

Direkt nebenan, unterhalb des Ristorante „La Livornese“, befindet sich der einzige Sandstrand („Cala delle Arene“) der Tremiti-Inseln, mit seinem fast weissem Sand und glasklarem Wasser. Dieser ist aber, aufgrund der „Grösse“, schnell überfüllt und man liegt dort wie Sardinen in einer Büchse. Zwei Liegen mit Sonnenschirm kosten hier pro Tag 20,00 Euro. Der Strand und das türkisblaue Meer trösten aber über den Platzmangel am Strand hinweg, denn dieser und das Meer haben hier Karibik-Qualität. Es schwimmen einem Fische um die Füße, die man bei uns eigentlich nur in Aquarien zu Gesicht bekommt. Schnorcheln (oder gar Tauchen) ist hier deswegen absolut Pflicht. Es gibt vor Ort einige Tauch-Anbieter, die Gäste zu europaweit bekannten Tauchspots bringen, unter anderem ist bei einem eine Statue von Padre Pio im Meer „versenkt“ worden.

Wer nicht baden, schnorcheln oder tauchen möchte, der kann die Insel auch zu Fuß erkunden. Sie verfügt über ein kleines, aber feines Netz an Wanderwegen und Trampelpfaden, die zu schönen Buchten, teils mit Kies besetzt, und Aussichtspunkten führen. Es duftet bei jedem Schritt intensiv nach mediterraner Macchia. In der Form haben wir das auf dem Festland bisher noch nicht wahr genommen. Wer Zeit und Lust hat, der soll sich unbedingt auf den Weg machen.

Wer bei all diesen Eindrücken Hunger bekommen hat, der kann sich in eines der Restaurants oder Snack-Bars begeben. Die Preise sind zwar ein etwas teurer als auf dem Festland, aber jetzt nicht so teuer, wie wir in anderen Reiseberichten lesen mussten. In einem hieß es sogar „doppelt so teuer“. Dem ist definitiv nicht so. Man darf nicht vergessen, dass man sich auf einer kleinen Insel befindet, die sämtliche Waren & Güter vom Festland mit dem Schiff „importieren“ muß. Das macht sich dann selbstverständlich auch im Preis bemerkbar. Wir haben für Euch mal das Ristorante „La Livornese“ getestet. Ein echtes Minus ist, dass jeder, der hier am Tisch sitzt, auch etwas zu Essen bestellen muß. Das ist ein Sache, die in unseren Augen nicht gästefreundlich ist. Die Speisen schmeckten gut, der Service war bemüht, preislich lag es in unseren Augen auch noch im Rahmen. Empfehlenswert ist, sich selbst etwas zu Essen und Trinken mitzunehmen, was übrigens viele Ausflugs-Gäste, wahrscheinlich aus Erfahrung, auch tun. So kann man eventuell auftretenden Eigenheiten der Insel-Gastronomen aus dem Weg gehen.

Kleiner Auszug aus der Speisekarte des Ristorante La Livornese

  • Pizza ab 7,00 €
  • Spaghetti mit Miesmuscheln 14,00 €
  • Bruschetta 4,00 €
  • Salat mit Thunfisch 9,50 €
  • Dose Cola 3,50 €
  • 1l Wasser 2,50 €
  • Espresso (=Caffe) 1,50 €
  • Gedeck: 2,00 Euro

Erstaunt hat uns, dass auf San Domino mehr Autos, als erwartet, fuhren. Dabei handelt es sich aber eher im Zubringer zu den Ferienhäusern und den wenigen Hotels, sowie ein bißchen Lieferverkehr zu selbigen und den Restaurants & Bars. Von Verkehr zu reden ist natürlich übertrieben, aber es ist mehr, als wir erwartet hatten. „Kurios“ war auch die Benutzung der öffentlichen sanitären Einrichtung, bei der die WC-Benutzung 1,00 € kostete (Dusche: 3,00 €).

Pünktlich um 16:45 Uhr (Boarding: ca. 16:30 Uhr) legte die „Onda“, mit seiner freundlichen Crew, wieder im Hafen von San Domino Richtung Vieste ab. Bei der Rückfahrt hatten wir sogar das Glück, in einiger Entfernung, ganz kurz Delphine zu sehen. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir dann Vieste, den Ausgangspunkt unserer kleinen Reise.

Alles in Allem empfehlen wir jedem, der seinen Urlaub am Gargano verbringen will, die Tremiti-Inseln zu besuchen. Dieser Ausflug lohnt sich, denn hier gibt es die Karibik auch in Europa zu sehen.

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